https://i1.wp.com/files.content.lettersandlight.org/nano-2012/files/2012/11/Winner-120x240.jpgOb ich nun fertig bin oder mein Buch bloß aufgebe, mag hier dahingestellt sein, was zählt ist jetzt nur, dass ich einen vollständigen Roman und 50.789 Wörter aufs Papier gebracht habe.

Dass auf diesem Blog im November nichts erschienen ist, lag natürlich an Nanowrimo (unter anderem). Denn meine letzten Wochen fanden irgendwo zwischen „Through joy and through sorrow, I wrote. Through hunger and through thirst, I wrote. Through good report and through ill report, I wrote. Through sunshine and through moonshine, I wrote. What I wrote it is unnecessary to say. (Edgar A. Poe)“ und „I just sit at a typewriter and curse a bit. (P. G. Wodehouse, after being asked about his writing technique)“ statt.

Und anders als Eugene Ionesco („A writer never has a vacation. For a writer life consists of either writing or thinking about writing.“) genehmige ich mir jetzt erstmal einen Urlaub … und einen Schulterklopfer 😉

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Der November steht wieder vor der Tür und neben ihm sein siamesischer Zwilling Nanowrimo. Am Donnerstag werde ich beide zum zweiten Mal in meine Wohnung bitten und mich erneut auf den Burnout- und Erleuchtungsmarathon einlassen, der jährlich Tausende von Schreibwütigen dazu bringt, alle sozialen Kontakte, sowie Arbeits- und Univerpflichtungen schleifen zu lassen, um stattdessen Tag und Nacht mit Plotkonstruktionen, Romancharakteren und Schreibblockaden zu verbringen.

Die Regeln sind einfach: 50 000 Wörter/30 Tage = 1667 Wörter pro Tag, jeder kann mitmachen, die Teilnahme ist kostenlos, die Ergebnisse unbezahlbar: Selten habe ich in so kurzer Zeit so viel über das Schreiben und (so klischeereich-selbsthilfegrupenmäßig das auch klingt) über mich gelernt, wie bei Nanowrimo.

Mein Fazit daher: uneingeschränkt allen zu empfehlen!

Ich freue mich auf Nanowrimo 2012, neue Erkenntnisse und Frustrationen und entschuldige mich im Voraus bei allen Nicht-fiktiven, die im kommenden Monat Kontakt mit mir aufnehmen wollen.

Wie Frank Sinatra einst sang: „Love is lovelier the second time around“ – let’s hope that also goes for Nanowrimo!

PS: Anmelden kann man sich (wenn man das möchte) auf nanowrimo.org, mich findet ihr unter Eskapist und ich freue mich immer über Writing Buddies, die meine/n Begeisterung/Frust teilen.

So sehr ich Tolkien und sein Meisterwerk auch verehre, wenn ich den „Herrn der Ringe“ aus der Perspektive eines Lektors lese, finde ich viele Stellen, an denen ich die Kommentarfunktion meines Schreibprogrammes überlasten müsste. Allen voran diese unsägliche Tom-Bombadil-Episode

Der Abstecher der Hobbits in den Alten Wald hat mir schon immer irgendwie missfallen. Nicht nur, weil die Handlung an dieser Stelle kaum voran kommt und ich sie daher beim Lesen immer öfter überspringe, um endlich nach Bree zu kommen, sondern auch, weil ich mit der Figur von Tom Bombadil nie etwas anfangen konnte.

Mitten in die erste Nah-Tod-Erfahrung der Hobbits kommt dieser kunterbunte Waldschrat gehüpft, der ihnen nonsense-singend wiederholt aus der Patsche hilft und die Autorität des plottreibenden, unwiderstehlichen Machtinstruments, des Ringes, profund untergräbt.

Erst etabliert Tolkien den Einen Ring als so gefährlich und tückisch, dass ihn niemand sicher verstecken oder gar benutzen kann – sodass als einziger Ausweg und Ziel des Romans nur seine Zerstörung bleibt – und kaum 100 Seiten später treffen wir einen Gott-ähnlichen Öko-Aktivisten, der gegen die Macht des Ringes vollkommen immun zu sein scheint. WTF?! An dieser Stelle kann ich Frodos Empörung vollkommen nachvollziehen: „He was perhaps a trifle annoyed with Tom for seeming to make so light of what even Gandalf thought so perilously important.“

Seine Erhabenheit über die Macht des Ringes ist es, die Bombadil zu einer der mysteriösesten Figuren im „Herrn der Ringe“ macht. Ist er einer der Valar, oder sogar Ilúvatar, der Schöpfer, selbst? Ist er eine – von Tolkien selbst so vehement abgelehnte – Allegorie des christlichen Gottes in Mittelerde?

Wer ist er? Das fragen sich auch die Hobbits. Toms Frau Goldbeere antwortet Frodo auf seinen ersten Versuch dieses Mysterium zu lösen schlichtweg: „He is […] He is, as you have seen him“ und der Leser fühlt sich sofort an „Ich bin der ich bin“ erinnert.
Sie sagt aber auch: Tom Bombadil is the Master. No one has ever caught old Tom walking in the forest, wading in the water, leaping on the hill-tops under light and shadow. He has no fear. Tom Bombadil is master.“ und macht damit klar, dass Bombadil nicht wirklich ein Teil dieser Welt (Mittelerdes) ist.

Bei seinem zweiten Versuch bekommt Frodo immerhin eine ausführlichere Vorstellung von Bombadil selbst: „Don’t you know my name yet? That’s the only answer. Tell me, who are you, alone, yourself and nameless? But you are young and I am old. Eldest, that’s what I am. […] Tom was here before the rivers and the trees; Tom remembers the first raindrop and the first acorn. […] Tom was here already, before the seas were bent.“ Tom Bombadil ist also der Älteste, der, der vor allem anderen da war – der Schöpfer?

Für die christliche Interpretation sprechen nicht nur Goldbeeres Worte, sondern auch Toms Taten – weckt er doch zumindest drei Hobbits mit seiner „commanding voice“, die Frodo später als „the power of Bombadil“ bezeichnet, von den (beinahe) Toten auf.

Aber für einen Gott wirkt Bombadil dann doch wenig interessiert an den Geschehnissen in seiner Welt. So weißt Tom, als er sich von den Gefährten verabschiedet, sie darauf hin, dass er Wichtigeres zu tun hat, als sie zu begleiten: „I’ve got things to do […] my making and my singing, my talking and my walking, and my watching of the country. Tom can’t be always near to open doors and willow-cracks. Tom has his house to mind, and Goldberry is waiting.“

Und auch Gandalf, der sich vor der Säuberung des Auenlandes von den Hobbits trennt um Bombadil zu besuchen, bezeichnet ihn als „untroubled“, als einen, der sich für die Abenteuer der Gefährten, die ja immerhin die Welt vor der Dunkelheit gerettet haben, nicht interessiert.

Kurz und gut: All diese widersprüchlichen und verwirrenden Beschreibungen machten Tom Bombadil in meinen Augen stets zu einem schlichtweg unnötigen Charakter, der vollkommen zu recht in Jacksons Filmversion gestrichen wurde.

Bis ich bei polyoinos auf einen Aufsatz über die Identität Bombadils stieß, der es endlich schaffte, mir die Figur näher zu bringen. Der vollständige Text von Frank Weinreich ist meiner knappen Zusammenfassung selbstverständlich vorzuziehen, aber im Grunde kann man ihn auf den folgenden Satz hinunter brechen:

Bombadil ist Tolkien.

Mit diesen magischen drei Worten erschließt sich die Bezeichnung von Tom als „Master“ und „Eldest“ von alleine: Wenn Tom Tolkien ist, dann ist er nicht von dieser Welt (Mittelerde). Er ist der, der vor allem anderen da war. Er ist ihr Schöpfer. Der Ring hat keine Macht über ihn, weil er den Ring – wie alles andere auch – geschaffen hat. Und er kann die Hobbits nicht auf ihrer Reise begleiten und ihnen ihre Tat erleichtern, weil es dann keine Geschichte gäbe.

Natürlich ist Tom „not much interested in anything that we have done or seen“ – wie Gandalf am Ende ihrer Reise zu den Hobbits sagt – wenn er alles, was ihnen widerfahren ist, selbst geschrieben hat. Und logischerweise kann Bombadil, wenn er Tolkien ist, mit seinen Worten Bäume befehlen und Figuren wieder zum Leben erwecken.

Tom ähnelt in vielen Beziehungen dem, was wir aus Tolkiens Biografie über ihn wissen – allem voran verkörpert er die Liebe zur Natur.
Hinzu kommt die Tatsache, dass er als einziger Charakter im gesamtem Roman in einer romantischen Beziehung lebt, die so ungewöhnlich (ungewöhnlich für Tolkien, der seine Liebesplots ja bekanntlich gerne in den Anhang verbannte) häufig erwähnt wird, dass auf jeder Seite, auf der Bombadil vorkommt, auch seine Goldbeere stets präsent ist – im Grunde kann Tom von nichts anderem sprechen/singen.

Wäre es nicht möglich, dass Tolkien sich und seiner Frau Edith (seiner Lúthien) im „Herrn der Ringe“, mitten in Mittelerde, im Alten Wald, im hintersten Teil einer Welt, die noch nicht von Industrialisierung und Moderne überrollt wurde, ein kleines Heim geschaffen hat, in dem sie für ewig in Frieden zwischen den Bäumen und den Flüssen leben können?

Damit wären wir dann auch bei Teil Zwei dieses (inzwischen schon viel zu langen – bitte entschuldigt, wenn ich keine Hausarbeiten schreiben darf, muss ich meine Literaturanalyse anderweitig loswerden) Artikels angekommen:

Dare II: Cameo – Der Mann, der die Möhre kaut, den Speer wirft oder von einem Pfeil erschossen wird – wer den Roman zum ersten Mal liest oder mit dem Autor kaum vertraut ist, wird mit ihm nichts anfangen können, aber wenn man genau hinsieht, die falschen Haare und das Make-up ignoriert, erkennt der wahre Fan, dass sich der Meister hier selbst in seinen Roman hinein geschrieben hat.

BP: Wenn der Autor sich in seiner Geschichte über seine Geschichte aufregt und daher einen grundlosen Streit mit seinem Protagonisten beginnt.

DBP: Wenn der Protagonist seinen Autor tötet.

TBP: Wenn dem Protagonisten als Strafe dafür etwas Tragisches widerfährt.

Cookie: Wenn die Figur des Autors eine blaue Feder am Hut trägt.

Zwar sind der November und mit ihm Nanowrimo noch einige Monate entfernt, aber so langsam sollte jemand, der im letzten Jahr unter allzu schlechter Planung gelitten hat, mit den Vorbereitungen für den diesjährigen Schreib-Marathon beginnen.

Dazu gehören natürlich neben solchen Kleinigkeiten wie Grundidee, Charakteren und Spannungsbogen auch die alljährlichen „writing dares“, die einen motivieren, wenn man kurz vorm Aufgeben ist:

Dare I: Genrewechsel – Charaktere, Plot und Setting sind dieselben, aber etwas fühlt sich in diesem Kapitel anders an: Warum zieht der Protagonist plötzlich einen Trenchcoat über und beginnt in schmierigen Hafenkneipen nach Narben-Nick zu suchen? Wo kommen die sonnenbrillentragenden Anzugständer her, an die sich niemand außer unserem Helden erinnern kann? Wird Lord Feathersham ihr heute endlich den von ihrer Mutter langersehnten Antrag machen? Und ist das nicht schon die dritte Leiche an diesem Morgen?

BonusPoints: Wenn der Genrewechsel inhaltlich in die Geschichte eingebettet ist – Der Protagonist hat gerade zum ersten Mal Drogen genommen/ gestern Nacht noch spät einen sehr eindrücklichen Film geguckt/ Buch gelesen/ einer der Charaktere hat einen Traum/ Vision/ dem Erzähler ist langweilig geworden, etc.

DoubleBonusPoints: Wenn die anderen Charaktere den Genrewechsel innerhalb des Kapitels kommentieren – „Seit wann kennst du eigentlich einen Lord?“

TripleBonusPoints: Wenn der Genrewechsel danach nostalgisch immer wieder erwähnt wird – „Wenn doch nur die mysteriösen Männer, die dich eine Zeit lang verfolgt haben, jetzt noch hier wären, die hätten bestimmt eine Plasmapeitsche zur Hand …“

Cookie: Wenn jedes Kapitel in einem anderen Genre stattfindet.

Ersetzt „reading“ mit „writing“ und ihr habt meinen letzten Monat in Songformat:

Merci an alle, die meine Rumheulerei und mein Gefluche ertragen mussten (ihr wisst, wer ihr seid) und ganz großen Dank an Sirat, der den ganzen Scheiß mit mir zusammen durchgemacht hat – mein Plot ist dir besonders dankbar!

„Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann.“

Well, screw you, Mark Twain!


Samstag, 11:59 Uhr

Ich (hoffnungsvoll): Sehr gut, da bist du ja endlich mal vor Mittag aufgestanden. Dann kriegen wir ja heute bestimmt was geschafft. Wie wärs, wir schreiben heute deine Geschichte zu ende?

Lord Laziness (gähnend): Nur nicht so hastig, jetzt erstmal in Ruhe frühstücken und schauen, was ich im Internet so alles verpasst habe in der letzten Woche.

 -zwei Stunden später-

Ich: Jetzt schließ aber mal den Browser und wende dich lieber Word zu.

Lord Laziness: Okay, aber ich muss grad noch wen anrufen.

 -zwei Stunden später-

Ich (nervös mit den Fingern tippend und zur Uhr schauend): Du solltest dich jetzt hinsetzen und dein beklopptes Buch fertig schreiben!

Lord Laziness: Aber es ist doch Wochenende…

Ich: Ja, gerade deshalb. Dann kannst du endlich fertig werden und vermeidest den Stress, alles auf den letzten Drücker machen zu müssen.

Lord Laziness: Aber heute beginnt doch die Weihnachtszeit…

Ich (ungehalten): Na und? Die Weihnachtsvorbereitungen können auch noch bis Dezember warten. Nun schreib endlich!

 -vier Stunden später-

Lord Laziness (stolz): Ich hab jetzt mal Pralinen gemacht.

 

Ich (seufzend): Und was ist mit Nanowrimo?

Lord Laziness: Sekunde, ich muss eben noch bloggen…

Acht Stunden am Tag verbringe ich durch mein Praktikum mit dem Lesen von Leseproben und Exposés, dem Schreiben von Bewertungen und dem Lektorieren von vollständigen Manuskripten. Nach dem Abendbrot öffne ich dann mein Netbook erneut und haue für drei bis vier Stunden zwecks Erfüllung meiner Nanowrimo-Quote in die Tasten. Dann ist es meistens 23 Uhr und ich tue was? Bloggen.

Alles begann so gut: Noch am 31. Oktober traf ich mich mit elf anderen Nano-Schreibern aus Berlin zum Write-In und hatte dadurch noch vor dem zu Bett gehen 600 Wörter geschafft. Die nächsten Abende verbrachte ich gechillt auf meinem Bett und stellte, immer wenn ich ein Kapitel abschloss, fest, dass ich meinen Soll schon erfüllt hatte. Kein Stress also.

Jetzt sind die ersten zehn tausend Wörter geschrieben und die im Vorfeld geplanten ersten sieben Kapitel beinahe abgeschlossen, jetzt verliere ich langsam nicht nur meinen eigenen Faden, sondern auch die Motivation, jetzt fange ich an zu begreifen, warum Nanowrimo als „literary abandon“ betitelt wird.

Hier ein paar Dinge, die ich in meiner ersten Woche von Nanonwrimo bereits gelernt habe:

  1. Mit einer Zahl von 1667 Wörtern kann ich überhaupt nichts anfangen, drei Seiten pro Tag klingt dagegen vollkommen machbar – Pustekuchen! Gerade, wenn man nicht mehr weiß, was inhaltlichen passieren wird, sollte man sich unbedingt Zeit nehmen!
  2. Nachts funktioniert mein Schreibhirn am besten, was toll ist, da ich sowieso nur nachts Zeit zum Schreiben habe. Andererseits leide ich für gewöhnlich schon darunter, dass mein Körper schlafen, mein Kopf aber einfach keine Ruhe geben will: Jetzt habe ich Tage an denen ich statt einzuschlafen über Plotpunkte und Wendungen nachdenke bis mir der Kopf rauscht. So manches Mal bin ich in den letzten Tagen auch schon gegen vier Uhr morgens (und natürlich ohne auch nur eine Sekunde geschlafen zu haben) wieder aufgestanden, durch das dunkle Zimmer getappt bis ich Notizbuch und Stift gefunden hatte und habe dann die nächste Stunde damit verbracht, bei möglichst wenig Licht, mir all das aus dem Kopf zu schreiben, das mein Gehirn am herunterfahren hindert. Wie sagt mein neuer Computer immer so schon: „Es laufen noch Hintergrundprogramme, die geschlossen werden müssen, damit ein Herunterfahren möglich ist. Herunterfahren erzwingen?“ Ich klicke dann immer „ja“, nur dummerweise ist mein PC doch einfacher zu bedienen als meine persönliche Festplatte. Daher rate ich nur, Notizbuch und Stift gleich neben dem Bett horten, spart Zeit und verhindert kalte Füße.
  3. Perfektionismus kann man sich abgewöhnen! Donnerstag Abend schrieb ich über drei Stunden an Kapitel drei, nur um beim anschließenden Durchlesen festzustellen, dass es totaler Scheiß war. Normalerweise hätte ich also entweder noch weitere drei Stunden mit der Überarbeitung des Geschriebenen verbracht, oder aber einfach alles wieder gelöscht. Da ich durch Nano aber sowohl auf die tägliche Wortzahl, wie auch auf meinen Schlaf, angewiesen bin, dachte ich mir: „Screw that!“ und bin ins Bett gegangen.
  4. Dinge, die nicht spannend sind, die man sich also quälen muss aufzuschreiben, sollte man gleich weglassen. Obwohl ich mich in Romanen schon häufig über endlos langweilige Beschreibungen geärgert habe, brauchte ich einige Tage um diesen Grundsatz auch als Autor ernst zu nehmen. Wenn man als Autor kein Talent hat, das inhaltliche leere Passagen sprachlich füllt, dann sollte man seine Handlung einfach abkürzen. Der Leser kann ja auch ein wenig an der Bebilderung der erdachten Welt mitarbeiten.
  5. Ablenkung ist gut! Zwischendurch mal ein youtube-Video gucken, ein wenig auf tumblr surfen, vielleicht auch mal schnell um den Block gehen – all das kann nur helfen.

In diesem Sinne,

“I hate catchy choruses and I’m a hypocrite – hungry, hungry hypocrite” – yes, I’m going a bit mental, so what?!