Die wunderbaren Weiten der WorldWideWelt


Angesichts der Masse an Romanverfilmungen, die heutzutage unsere Kinos erstürmen, und der Buchserien, die zu Fernsehserien werden, war es doch eigentlich nur eine Frage der Zeit bis das (verhältnismäßig) neue Medium youtube auch auf den Adaptionszug aufspringt.

Und welche bessere Vorlage hätten Hank Green und sein Team finden können, als Jane Austens zigfach verfilmtes und verfernsehtes „Pride and Prejudice“?

Anders als Fernsehen und Kino macht die youtube-Version jedoch die Eigenart ihres Mediums zum Programm und präsentiert „Pride and Prejudice“ als interaktiven Videoblog seiner Protagonistin Lizzie Bennet.

Mit Liebe zum Detail und einer begeisterten Gruppe von Produzenten macht youtube mit dieser Weiterentwicklung der Webserie wieder einmal einen Schritt nach vorne auf dem Weg zur Ablösung des Grotten-Fernsehens und das kann ich mit gutem Gewissen unterstützen.

PS: Happy Birthday, Mrs Darcy!

Nach „Prop 8 – The Musical“ jetzt der neuste Hollywod-Gay-Rights-Hit!

Ja, es ist lang für ein youtube-Video, aber dafür besser als so mancher Kino-Film, der einem sonst den Abend vertreibt. Grandiose Schauspieler (Kevin Bacon, Chris Colfer und natürlich John C. Reilly FTW), gutes Drehbuch, basierend auf tatsächlichen Aussagen, bewegendes Thema, was will man mehr…

… Equality for starters.

                                  

Heute vor 156 wurde Logan Pearsall Smith geboren, der amerikanische Essayist und Kritiker, dessen Aphorismen es sogar auf diesen Blog geschafft haben. Aus gegebenem Anlass, hier ein paar zum Denken und Schmunzeln:

The indefatigable pursuit of an unattainable perfection, even though it consist in nothing more than the pounding of an old piano, is what alone gives a meaning to our life on this unavailing star.

What I like in a good author is not what he says, but what he whispers.

Whiskey has killed more men than bullets, but most men would rather be full of whiskey than bullets.

When they come downstairs from their Ivory Towers, Idealists are very apt to walk straight into the gutter.

How can they say my life is not a success? Have I not for more than sixty years got enough to eat and escaped being eaten?

Mein neuer Favorit: Thank heavens, the sun has gone in and I don’t have to go out and enjoy it.

Und natürlich: People say that life is the thing but I prefer reading.

And very merry felicitations auch an alle anderen, die heute ihren Geburtstag feiern!

Pottermore, das im Internet hochgehandelte online-reading-experience für die Fans von Harry Potter, öffnet im Oktober seine Tore für alle Muggles.

Da ich zu der verschwindend geringen Gruppe von einer Million Beta-Testern gehöre, habe ich bereits vor ein paar Wochen meinen Brief aus Hogwarts bekommen und konnte diesen neuen Versuch die Potter-Franchise am Leben zu erhalten in aller Ruhe und ohne allzu viel traffic erkunden.

Neben der offensichtlichen Nutzung dieser Seite als Plattform zum Verkauf der Harry Potter E-Books, soll sie, laut J.K.Rowlings Ankündigung, eine Möglichkeit zur Wiederentdeckung der Bücher sein.

Einige Aspekte, wie die Einteilung in eines der Hogwarts-Häuser, das erwählt werden von einem Zauberstab (Weißbuche und Phoenixfeder) und vor allem die Hintergrundinformationen von J.K.Rowling, sind wirklich nett und für Hardcore-Fans auch sehr zu empfehlen, aber der Rest der Erfahrung ist leider kaum interessant. Neben nie gelingenden Zaubertränken und komplizierten Zaubererduellen bietet Pottermore höchstens noch ein paar schöne Illustrationen.

Die Seite ist zwar sehr schön gemacht und die wirklich interessanten Zusatzinformationen über Figuren, Orte und magische Kreaturen sind es wert in irgendeiner Form veröffentlicht zu werden, aber leider bietet Pottermore seinen Besuchern keinen Grund, die Seite ein zweites Mal zu besuchen.

Ich hätte mich über die versprochene Potter-Enzyklopädie mehr gefreut.

Mir wurde zwar schon davon berichtet, aber die neueste Geschmacklosigkeit des Berliner Wahlkampfes muss man doch mit eigenen Augen gesehen haben, um sie zu glauben:

Dass die NPD gegen die Satire-Partei von Martin Sonneborn, die das Bild des Kandidaten Voigt mit einem von Jörg Haider überklebt hat, nun gerichtlich vorgehen will, wird hier auch nur wegen der herrlichen Begründung erwähnt: Die Benutzung des, in einem Autounfall verunglückten, Rechtspopulisten Haider sei, laut NPD, eine „menschenverachtende Propagandaaktion“

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