Ich rappelte mich hoch, streckte dem Untier dreist meine Hand entgegen und log ohne mit der Wimper zu zucken: “Rüdiger, der Rachsüchtige – Ihr werdet sicher schon von mir gehört haben – Bezwinger von Monstern, Befreier von Jungfrauen, von Kriegern gefürchtet, von Damen geliebt, besungen von sämtlichen Barden in allen Königreichen diesseits des Meeres – und in zwei jenseitigen, von denen ich weiß!”

Die roten Augen des Drachen glühten bei meiner arroganten Vorstellung heiß auf. „Ihr seid Rüdiger, der Rachsüchtige?“ Der abschätzende Blick des Ungetüms stieß ein Dolch in meinen Panzer der Eitelkeit.
Gekränkt rümpfte ich die Nase noch weiter: „So ist es, Steinherz, der Blutige.“ Trotzig wollte ich meine immer noch ausgestreckte Hand schon wieder zurück ziehen, als der Drache sie plötzlich mit seiner gewaltigen Kralle umschloss.

„Es ist mir eine Ehre, nein wirklich, eine Ehre! Ich dachte nur … meine Mutter hat mir bereits Geschichten von Euren Taten erzählt, darum hätte ich Euch älter geschätzt … aber dass ich gerade Euch hier begegne, nein wirklich … wie ihr mit der Seeschlange von Lindburg umgesprungen seid, es war eine Inspiration … nein wirklich, solch eine Ehre! Zuhause werden sie es mir nicht glauben, wenn ich ihnen erzähle, in wen ich hineingeflogen bin!“

Der Redeschwall des Tieres wurde von einem unterwürfigen Hecheln begleitet, dass so gar nicht zu seinem imposanten Körper passen wollte. Von der überraschenden Wendung meines Erlebnisses überrumpelt, starrte ich für einige Momente verwirrt auf die grinsende Fratze des Drachen.

 1. Als ich aus meiner Starre wieder erwachte, klopfte ich dem Untier wohlwollend auf die Pfote: „Mach dir keine Sorgen, mein Freund, es ist auch eine Ehre, dich zu treffen!“

2. Als ich aus meiner Starre wieder erwachte, zog ich ein Stück Pergament aus meinem Gürtelbund: „Autogramm gefällig? Dann müssen sie dir zu Hause ja glauben!“

3. Als ich aus meiner Starre wieder erwachte, zog ich blitzschnell mein Schwert, um dem anbiedernden Ungetüm endlich ein Ende zu machen: „Stirb, Monster!“

Mit einem Kommentar entscheidest du, lieber Leser, was unserem Helden passiert, also wähle mit Bedacht, sein Leben liegt in deinen Händen.

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