Die folgende Idee für eine Kolumne/zusammenhängende Kurzgeschichten, die – natürlich – vom Känguru noch tiefer inspiriert wurde, trage ich seit meinen unvergesslichen WG-Castings vor einigen Jahren mit mir herum.

Im Grunde beinhaltet sie nicht mehr als folgendes Konzept: Eine Sammlung von Anekdoten eines jungen Studenten auf der Suche nach einem neuen Mitbewohner, wobei die auftauchenden Kandidaten entweder Personifikationen von metaphysischen Konstrukten oder mystische Figuren sind.

Dass nie etwas daraus geworden ist, liegt vor allem daran, dass die Idee kaum mehr Potential als ein guter Werbe-Slogan hat – das erste Mal originell, danach nervt er alle nur noch.

Daher ist es nun an der Zeit, sie aufzuschreiben und zu vergessen. Schließlich entstand diese Idee vor allem aus dem Wunsch solche Sätze wie „Heute ist der Kommunismus bei mir eingezogen.“ oder „Wenn ich gewusst hätte, dass der freie Wille ein Stehpinkler ist, hätte ich nie eingewilligt, mir mit ihm ein Bad zu teilen.“ zu formulieren.

Mit dem Taschentuch winkend präsentiere ich daher hier die Einleitung, die einzige Anekdote, die es je aus meinem Kopf hinaus und auf ein Stück Papier gebracht hat:

1. Wie alles begann

Gestern hat der Tod an meine Tür geklopft und gefragt, ob er sich das freie Zimmer ansehen könne. Ich antwortete ihm perplex, dass da kein freies Zimmer sei, sondern nur der Raum meines Mitbewohners. Er sagte, er wolle es trotzdem sehen – nur für den Fall…

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