Ich nahm meinen letzten Atemzug und flüsterte ein schnelles „Bitte ess… iss…? Ach, verflucht!“ Der Drache blinzelte mich verwirrt an. Für einen Augenblick starrten wir uns gegenseitig in die Augen, dann begann ich aus vollem Halse um Hilfe zu schreien.

Diesmal schienen die Götter mir freundlich gesinnt zu sein, denn mein Schrei drang direkt in den Gehörgang der Bestie, die von meiner Lungenkapazität gänzlich überrumpelt wurde. Der Drache wandte den Kopf ab und versteckte seine Ohren hinter einem schützenden Flügel.

Die Verwirrung des Monsters musste ich nutzen. Ich duckte mich gewandter als jeder Ninja unter dem massigen Körper der Bestie hinweg, rollte mich elegant ab und ging zum Angriff über. Zumindest war das der Plan.

Das Ducken vollführte ich noch mit ungeahnter Reaktionsgeschwindigkeit, beim Abrollen blieb mein Fuß an einer Kralle hängen, eine zweite Kralle drückte sich auf meinen Torso und mein Angriff endete in einer wilden Kombination aus Strampeln, halbherzigen Faustschlägen und panischem Kreischen. Kein Säugling hätte es besser machen können.

Der Drache, dem die Geräusche aus meinem Mund weit mehr missfielen als meine lächerlichen Befreiungsversuche, erhob sich über mir – seine gewaltige Pranke noch immer auf meine Brust gedrückt – zu voller Größe, spannte die Flügel und erwiderte meinen Schrei: „Haaaaaaaaalt’s Maaaaaaaaul!“

1. Ich lies mich von solch groben Anfahrungen natürlich nicht einschüchtern und schrie mutig weiter die Nachbarschaft zusammen.

2. Mir entfuhr ein unabsichtliches „‚tschuldigung“.

3. Ich tauschte den wortlosen Schrei gegen ein hoftaugliches „Aber bitte nicht in diesem Ton, Freundchen!“ und warf dem Drachen einen tadelnden Blick zu.

Mit einem Kommentar entscheidest du, lieber Leser, was unserem Helden passiert, also wähle mit Bedacht, sein Leben liegt in deinen Händen. Kommentare, die bis Freitag eingehen, zählen – bei Gleichstand entscheidet der Würfel oder der überzeugendste Kommentar!

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