Meine 50:50-Resolution führt mir dieses Jahr einige Bücher zu, die ich weniger aufgrund ihres Inhalts, sondern eher aufgrund des Konzepts, das dahinter steht, gekauft habe. Ähnlich dem „Enchanted Choclate Pot“ las ich so auch diese Woche wieder ein Buch, dessen Entstehungsgeschichte seinen Inhalt aufwertet.

Das vorherige Buch entstand aus Briefen, dieses aus Bildern, alten Fotos um genau zu sein.

Ransom Riggs (ganz ehrlich, mit so einem Namen muss man ja auch Künstler werden) „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“ (zu deutsch: „Die Insel der besonderen Kinder“) erzählt von der Entdeckung eines Teenagers, der als Kind von seinem Großvater fantastische Geschichten über Kinder mit magischen Fähigkeiten erzählt bekam und nach dessen Tod feststellt, dass sie alle wahr waren.

Der Inhalt ist, wie auch beim „Choclate Pot“, vorhersehbar, der Roman an sich sprachlich und atmosphärisch gut, aber nicht außergewöhnlich  – das Besondere sind die Bilder, die nicht nur die Inspiration für Riggs Geschichte bildeten, sondern die als Abdrucke im Text auch immer wieder neue Dimensionen für den Leser eröffnen.

Die alten Fotos, die Riggs auf Flohmärkten, und bei anderen Sammlern fand, sind nicht bloß die Illustrationen zu einem Roman. Vielmehr ist gerade anders herum Riggs Geschichte eine mögliche Interpretation der ursprünglichen Fotos.
Die Bilder stehen hier am Anfang, sie erzählen mehr und vermutlich vollkommen andere Geschichten (jedes für sich), als der Zusammenhang des Romans es vermag.

Ich selbst hatte von dem Buch aus verschiedenen Quellen erfahren und es mir gekauft und halb durch gelesen, ehe mir klar wurde, dass ich den Autor bereits kannte. Und dass sein Hobby, aus dem dieses Buch entstanden ist, mich bereits vorher schon beeindruckt hat:

Mein Urteil ist daher: „Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children“ ist schnell verschlungen, kreativ und angenehm gruselig, aber kein „Das-musst-du-lesen“, das ich jedem empfehlen würde –  Ransom Riggs dagegen (und nicht nur des tollen Namens wegen) werde ich definitiv im Auge behalten und seinen youtube-Kanal, auf dem viele andere ebenso schöne Videos wie das obere zu finden sind, lege ich euch hiermit ans Herz.

PS: Auch bei diesem Autor hat der Fluch des „Three-Book-Deal“ wieder zugeschlagen und er arbeitet bereits an der Fortsetzung – meine Meinung dazu muss ich wohl nicht wiederholen…

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