Februar 2012


Um dem natürlichen Lauf der Fortsetzungen zu folgen, möchte ich nun noch ein letztes Beweisstück hervorbringen: Beweisstück B – Den Film!

Das Motto „Ein schöner Film, schade, dass es davon keine Fortsetzung gibt!“ trifft heutzutage leider auf fast keinen Kinofilm mehr zu. Was gut läuft wird früher oder später zu einer Franchise erklärt und in die Sequel-Maschine geworfen, die dann aus dem künstlerischen Wert von Drehbuch, Schauspielern und Filmemachern Fließband-Fortsetzungen macht.

Im Filmbetrieb sehe ich eine ähnliche Unterteilung, wie die, die für die Literatur gilt:

1. Solche, die eine Geschichte auf mehrere Filme aufteilen (Der Hobbit)

2. Solche, die einen Film gemacht haben und dann anfangen Fortsetzungen zu drehen.

            2.1. Die, bei denen die Fortsetzungen dann zu Kategorie 1 gehören (Fluch der Karibik 2+3)

            2.2. Die, deren Fortsetzungen auch eigenständige Filme sind, die in sich Anfang und Ende   haben (Film-Serien wie Shrek, Ice Age, Underworld, Sherlock Holmes, praktisch sämtliche             Horror-Filme – um nur die zu nennen, die gerade im aktuellen Programm herumgeistern)

Das Rezept ist auch hier das gleiche wie in der Literatur: Hat man einen Hit gelandet und einen Film gemacht, der nicht nur gut ist, sondern den auch jeder sehen will, macht man nicht einfach nur eine Fortsetzung, nein man macht gleich zwei und nennt das Ganze dann Trilogie!

Fluch der Karibik 2+3 ist ein Film. Matrix 2+3 ist ein Film. Aber die klugen Studiobosse haben die Chance erkannt den Kinobesucher zwei Mal für einen Film zahlen zu lassen und sie natürlich auch ergriffen.

Nachdem die Macher der Harry-Potter-Filme den letzten Band aus keinem anderen Grund als der puren Geldgier auf zwei Filme aufgeteilt haben, zögerten auch die Produzenten der Twilight-Franchise nicht, diese geniale Idee sofort zu kopieren und säbelten „Breaking Dawn“ noch unverdienter in zwei Hälften (zumal „Breaking Dawn“ im Gegen teil zu „Deathly Hallows“ auch schon auf der Fortsetzung eines Buches basiert, das keine Fortsetzungen hätte haben sollen).

Seitdem ist das Zerteilen von Geschichten, deren Spannungsbogen nur für einen Film reicht, Gang und Gebe. Die Produzenten der kommenden Hunger-Games-Verfilmungen (für das Buch gilt Gleiches, wie für die Twilight-Nachkommen) drohen bereits vorm Erscheinen des ersten Teils damit, dass sie Teil drei in zwei Filmen herausbringen wollen. Auch „Der Hobbit“ ist (und ja, Ausnahmen bestätigen hoffentlich die Regel) ebenfalls fest als Zweiteiler geplant.

Im Film findet die Fortsetzungs-Folter ihren Höhepunkt: Wenn Filme wie „Breaking Dawn“, deren Vorlage eigentlich schon das Kaugummi-Produkt eines Sequel-Fleischwolfes ist, in zwei Teilen produziert werden, wenn Charaktere wie Captain Jack aus „Fluch der Karibik“ nicht auf ihrem Podest in Frieden altern dürfen, sondern so lange wieder und wieder mit heißem Wasser übergossen werden, bis sie gar keinen Geschmack mehr abgeben, wenn ein „2“ hinter jedem zweiten Filmtitel bei Kinostarts steht – Dann ist das Ende erreicht, dann hab ich die Schnauze voll, dann wird es Zeit, dass Autoren ihr Werk über Verlegerdruck und Geldsucht stellen und seine Integrität wahren, indem sie keine Fortsetzungen mehr schreiben!

Ernsthaft, hört auf mit dem Scheiß!

Und wenn du, lieber Leser, nun denkst: Hättest du das uns nicht auch knapper und in einem Eintrag darlegen können? Dann lass mich dir mit Aischylos antworten: Ich tat es nur, damit du von meinem episch-langen Eintrag nicht gelangweilt wirst. Und um dein Hinterteil zu schonen.

Ich will kein Geld von dir, ich spanne dich nicht auf die Folter, ich zerstöre keine Einheit und ich kann meine Dreiteilung inhaltlich und stilistisch untermauern – wer von seinem Werk dasselbe sagen kann, der hat meinen Segen eine Fortsetzung zu schreiben/filmen!

Nachdem wir von unserem Zeugen gehört haben, dass wie so vieles auch die Fortsetzung ein Verdienst der Antike ist, möchte ich nun mein erstes Beweisstück anführen: Beweisstück A – Die Literatur!

Grundsätzlich sehe ich drei Arten von Fortsetzungsgeschichten:

1. Solche, die in einem Buch nicht fertig werden und dieselbe Geschichte in Band Zwei weitererzählen (Martin: Song of Ice and Fire)

2. Solche, die nach der Veröffentlichung eines eigenständigen Ein-Teilers geschrieben werden

            2.1. Die, bei denen die Fortsetzungen dann zu Kategorie 1 gehören (Funke: Tintenwelt)

            2.2. Die, deren Fortsetzungen auch eigenständige Romane sind, die in sich Anfang und Ende haben (Rowling: Harry Potter)

Passend zu meinen drei Typen ist in der Literatur drei die magische Zahl. Daher werden Fortsetzungsgeschichten gerne zu Trilogien und Verleger reagieren auf die neuen Buchvorschläge ihrer Autoren heutzutage scheinbar reihenweise mit „Gute Idee, machen Sie doch einen Dreiteiler draus!“

Trilogie klingt gut. Trilogie verkauft sich gut. Ist Band eins gut, ist es vollkommen egal, ob Band zwei und drei grottenschlechte Kaugummi-Fortsetzungen einer bereits in einem Band abgeschlossenen Geschichte sind, die den Wert des Romans in gleichem Maße mindern, in dem sie seine Seitenzahl erhöhen. Wer Band Eins gut fand, kauft auch Band Zwei und wer Band Zwei gekauft hat, muss Band Drei kaufen, da er sonst nie erfährt, wie die Geschichte ausgeht.

Gerade mein geliebtes Fantasy-Genre ist von dieser Seuche besonders befallen, was natürlich daher kommt, dass die Mutter aller Trilogien auch die Mutter aller Fantasy Romane ist.

Und gerade am Ursprung erkennt man den Fehlverlauf: Tolkien verstand den „Herrn der Ringe“ als einen Roman, ein Buch. Sein Verleger teilte das Manuskript der ursprünglichen sechs Bände in drei Teile und schaffte somit die Trilogie, als die der Roman heute berühmt ist. Warum Tolkien seine Geschichte als eine Geschichte verstand, liegt auf der Hand: „Der Herr der Ringe“ mag lang und abschweifend und um nichts epischer als Aischylos Tragödien sein, aber er erzählt eine zusammenhängende Geschichte, die keine eigenständigen, voneinander trennbaren Teile hervorbringt.

Tolkiens Verleger hörte jedoch nicht auf die Proteste des Autors, er war zu beschäftigt über Papierpreise nachzudenken, trennte das Werk und schuf damit die Grundlage für den Trilogie-Terror, der in der modernen Fantasy-Literatur wütet:

Collins [The Hunger Games], Funke [Tintenwelt-Trilogie], Gier [Edelstein-Trilogie], Grevet [Méto], Isau [Neschan-Trilogie], Meyer [Merle-Trilogie], Paolini [Eragon], Pullman [His Dark Materials], Rothfuss [Kingkiller Chronicles] – Sie alle hatten Potential, oder gute erste Bände und fielen dann dem Trilogie-Virus, dem Druck der Verleger oder dem Geldrausch zum Opfer.

Gerade im Fantasy-Genre gibt es natürlich auch solche Autoren, die (ähnlich dem Zeitungsroman) jedes Jahr oder alle zwei Jahre einen neuen Band einer scheinbar unendlichen Geschichte herausbringen. Martins „Song of Ice and Fire” war ursprünglich als Trilogie geplant, aber drei Bände reichten dem Autor einfach nicht aus um zum Ende zu kommen. Jetzt soll es ein Siebenteiler werden. Ein ähnliches Schicksal sehe ich schon für Patrick Rothfuss und seine „Kingkiller Chronicles“ voraus.

Doch mein Problem mit diesen endlos-Geschichten ist, dass ich einfach irgendwann die Lust verliere. Wenn es keinen Spannungsbogen mehr gibt, wenn immer wieder dasselbe passiert (Rothfuss) oder plötzlich Leute sterben, die die Geschichte gebraucht hätte, um zum Ende zu kommen (Martin) oder wenn ich merke, dass jeder neue Plotpunkt nur ein riesiger Felsbrocken ist, den der Autor seinen Protagonisten in den Weg wirft, weil er selber nicht weiß, wie die Straße dahinter weitergehen soll, dann nützen auch die beste Schreibe und die schönsten Nebencharaktere nichts mehr, dann hör ich irgendwann auf zu lesen.

In der Literatur (und insbesondere in der modernen Fantasy-Literatur) ist daher Aischylos Ursprungs-Idee, um der Geschichte Willen und zum Wohle des Publikums die Fortsetzung einzuführen, zur hässlichen und geldgierigen Plotdehnerei mutiert.

Weiter geht es in: Fortsetzungs-Folter: Teil 3 – Das Finale im Film

Frustrierte Leser allerorts werden diese Situation kennen: Die Geschichte hat gerade ihren Höhepunkt erreicht, das Buch nähert sich seinem physischen Ende, man spürt wie die Blätter hinter der rechten Hand weniger werden, soviel muss noch aufgelöst werden, soviel erklärt, noch 30 Seiten, noch 20, noch 10… ach, verdammt, es wird ne Fortsetzung werden!

Wir leben im Zeitalter der Fortsetzungen! Nicht seit dem Zeitungsroman, der Lesern jede Woche ein neues Kapitel bot und daher nicht ohne Grund immer länger und länger wurde, hat es in der Kultur der westeuropäisch-amerikanischen Menschen derart viele Fortsetzungen gegeben wie jetzt – und wenn ich das auch nicht wissenschaftlich belegen kann, so möge doch meine Beweisführung für sich sprechen.

Als erstes rufe ich daher Aischylos in den Zeugenstand:

Vor langer, langer Zeit im antiken Griechenland stand der Tragödiendichter Aischylos vor einem Problem:
Er war ein Geschichtenerzähler und besonders die epischen Stoffe hatten es ihm angetan, doch das Medium, in dem er seine geliebten Geschichten unters Volk brachte, war das Theaterstück. Und das Volk, das seine Stücke sah, hatte nicht nur ein begrenztes Auffassungsvermögen, nein, auch ihre Hinterteile taten ihnen nach mehreren Stunden auf den harten Steinrängen der Amphitheater weh.
Und so war Aischylos gezwungen, Stücke zu verfassen, deren Handlung in drei oder vier Stunden erzählt werden konnte und er musste Abschied nehmen von seinen Träumen, Geschichten von epischer Länge gerecht werden zu können.

Doch eines Tages (ob ein Apfel oder eine Glühbirne damit in Verbindung stand, ist nicht überliefert) kam Aischylos die rettende Idee: Wenn das Publikum nicht genügend Konzentration und Sitzfleisch aufbringen konnte, um seinen Geschichten in voller Länge zu folgen, dann musste er diese eben auf mehrere Stücke aufteilen.

Das war die Geburtsstunde des Mehrteilers und unser Held Aischylos setzte mit der weltweit ersten Trilogie den Grundstein für die heutige Fortsetzungs-Flut. Doch wollen wir ihm dafür nicht zürnen, denn seine Motive waren gut: Er wollte eine Geschichte erzählen, die sich nicht kürzer erzählen lies und wählte die Fortsetzung zum Wohle seines Publikums.

Daran möge sich mancher moderner Autor ein Beispiel nehmen.

Weiter geht es in: Fortsetzungs-Folter: Teil 2 – Die Trilogie als Trauma Tolkiens

Wie war sie nur in dieses Schlamassel geraten? Mit Unbehagen blickte Malina sich um: Ein Saal voller vollbärtiger, langhaariger Silhouetten, deren Gesichter man hinter den aufgeklappten Note- und Netbooks kaum erahnen konnte. Aus den letzten Reihen vernahm sie Schnarchgeräusche, davor das unaufhaltbare Klickgeräusch der Tastaturen. Dann veränderte sich der Geräuschpegel und Malina zuckte zusammen, als sich hinter ihr jemand laut räusperte.
„Wer sind Sie? Was machen Sie in meiner Vorlesung?“, fragte der zwergenhafte Professor mit sonorer Stimme.
„Malina Huffman. Frauenquote“, sagte Malina achselzuckend und lies sich auf einen der freien Plätze sinken, der zufällig am weitesten von den anderen Anwesenden entfernt war. Und da saß sie dann. Für die nächsten zwei Stunden. Für das gesamte kommende Semester. Zwölf Wochen Informatik und das alles nur wegen dieser blöden Wette.
„Bitte was?!“ Malina schreckte hoch und starrte den Zwergenmann an.
„Die Kantengewichte, Fräulein Huffman, was können Sie mir darüber sagen?“, wiederholte der Professor genervt.
„Nun … Kanten haben Gewichte?“ Hinter ihr war Kichern zu hören. Na wunderbar, mussten diese Nerds sie jetzt auch noch auslachen?
„Ich glaube, Sie kommen besser mal nach vorne“, forderte der Mann an der Tafel sie auf.
Mit hängenden Schultern stakste Malina vor. Das war ja wie in der Schule.
„Wissen Sie, was das hier ist?“ Der Professor deutete mit seinem Kreidehalter auf die eben angeschriebenen Zahlen.
„Ein Code?“, riet Malina und versuchte Bekanntes in dem gekritzelten Nonsense vor ihr zu erkennen.
„Ein Code?“ Der Zwerg warf einen langen Blick über seine Brillengläser hinweg zu Malina hoch und seufzte. „Fangen wir vorne an.“ Er wies auf den ersten Teil des Gekrakels, an dessen Ende ein Gleichzeichen und eine 23 zu lesen waren. „Diese Gleichung hier ist… ?“
„…ungerade?“ Hinter ihr begannen die Ersten zu lachen.
„Okaaay“ Der Professor dehnte das Wort als wollte er damit den Rest der Stunde füllen, dann wies er auf eine Zeichnung, die neben der Gleichung stand. „Und das hier, Fräulein Huffman, was würden Sie sagen, ist das hier?“
Malina starrte auf die Tafel. Sie hatte die Striche eigentlich für die verblichene Reste einer anderen Stunde gehalten. Nervös blickte sie ihre Kommilitonen an, beinahe alle sahen tatsächlich von ihren Bildschirmen auf und grinsten das vorgeführte Mädchen schadenfroh an.
Malina atmete tief ein, sammelte alles Selbstbewusstsein, das sie sich in drei Semester Pädagogik autogen antrainiert hatte und sagte im Brustton der Überzeugung: „Ein Baum.“
Der Kurs brüllte auf und mit einem verwirrten „Huh?“ erwachte auch die letzte Reihe.
„Na, bravo, Fräulein“, der Professor schüttelte den Kopf, grinste aber dabei. Dann wandte er sich der Tafel zu und schrieb „Huffman-Code-Baum“ über die Gleichung. „Sie können sich setzen.“

Nach „The Queen“ und „The King’s Speech“ kommt nun die nächste Biographie einer britischen Persönlichkeit in die Kinos: „The Iron Lady“ über Margaret Thatcher.
Starbesetzung, Oscar-nominiert und schon jetzt in aller Munde – was kann da schief gehen?

Um meine Meinung vorweg zu nehmen: Der Film ist nicht schlecht. Aber auch nicht wirklich gut. Und je länger ich darüber nachdenke, desto schlechter wird er eigentlich.

Meryl Streep, mit deren Darbietung der ganze Film schließlich steht und fällt, ist natürlich gut – etwas anderes zu behaupten wäre Blasphemie. Aber leider ist der Zuschauer sich doch – gerade wegen ihrer zentralen Rolle und den Vorschusslorbeeren, die sie dafür eingeheimst hat – jederzeit bewusst, dass er hier Meryl Streep als Margaret Thatcher sieht. Und eben nicht Margaret Thatcher. Eine weniger bekannte Schauspielerin hätte vielleicht hinter der Rolle zurück treten können, so bleibt alles was man wahrnimmt Streeps geniale Imitation.

Das schauspielerische Highlight ist daher in meinen Augen Jim Broadbent als Thatchers verstorbener Ehemann Denis, der die Protagonistin als Halluzination heimsucht und ihr, meist wider Willen, alte Zeiten in Erinnerung ruft.

Und da wären wir auch schon beim Inhalt angekommen. Was erzählt der Film eigentlich?

Gute historische Biopics erzählen eine Geschichte, kein ganzes Leben. Sie erzählen beispielsweise wie aus einem verhältnismäßig normalen, jungen Menschen die Person wurde, die man aus dem Geschichtsunterricht kennt (Elizabeth, The King’s Speech) oder wie diese Person mit einem bestimmten, karrieredefinierenden Ereignis umgeht (The Queen, Frost/Nixon).

Sobald man versucht das gesamte Leben eines Menschen darzustellen, muss der Film eine Meinung, eine Aussage haben, die der Geschichte einen roten Faden verleiht. Das normale menschliche Leben verläuft nun mal nicht in der Drei-Akt-Struktur eines Filmes. Bricht man aber mit dieser, um bewusst realitätsnah zu bleiben, wird das Erzählte schnell eine unstrukturierte Aneinanderreihung von Ereignissen.

Genau das passiert auch den Großteil des Films über. Thatcher erinnert sich chronologisch an ihre politische Karriere zurück und diese Teile werden dann in Rückblicken, gelegentlich von der Rahmenhandlung unterbrochen, erzählt.

Die Rahmenhandlung ist die Geschichte einer alten, leicht dementen Frau, deren Ehemann vor einiger Zeit verstorben ist und die nun lernen muss, von ihm loszulassen. Dass diese Frau Margaret Thatcher ist, scheint hierbei völlig zufällig.

Und das ist das große Problem des Films.

Die Rahmenhandlung funktioniert filmisch/ schauspielerisch/ atmosphärisch ausgezeichnet, nur hat sie nichts mit Margaret Thatcher zu tun.

Der Rest des Film ist gut gemacht, nur fehlt ihm die Substanz. Das Drehbuch bezieht keinerlei Standpunkt zu Thatchers politischer Haltung, denn um Politik geht es im Grunde auch nicht.
Ein besseres Urteil über die Person Margaret Thatcher kann man sich nach dem Anschauen des Films aber auch nicht machen: Ob die Protagonistin nun sympathisch sein soll oder arrogant, ihre Standhaftigkeit nun gelobt oder kritisiert und ihre Ich-Bezogenheit entschuldigt oder angeklagt werden soll, weiß man am Ende des Films genauso wenig wie die Produzenten es zu wissen schienen.

Warum der Film „The Iron Lady“, nach dem Spitznamen den Margaret Thatcher im Kalten Krieg bekam, heißt, frage ich mich beim Abspann dann noch und stelle fest, dass ich nicht noch mehr Zeit mit der Beantwortung von Fragen, die dieser Film hinterlässt, verschwenden möchte.