Der Oktober nähert sich seinem Ende zu und der November wartet begierig auf seinen Abtritt. Weltweit trauern Millionen von Menschen dem Herbst hinter her und sehnen den weihnachtlichen Dezember herbei. November, den unbeliebtesten Monat des Jahres, würden alle am liebsten überspringen.

November mit seinem konstanten Regen, seiner sich langsam einschleichender und dann nie wieder davon gehender Kälte, seinen grauen Nachmittagen, mit wenig Sonne und statt Feiertagen nur Depressionen und Langeweile. November eben.

Aber es gibt einen guten Grund, sich über jeden Regentropfen, der auf der anderen Seite des Fensters fällt, zu freuen. Einen Grund, das schlechte Wetter willkommen zu heißen, das einen dazu zwingt, zu Hause zu bleiben. Einen Grund, der die Langeweile durch konstante Beschäftigung ersetzt. Der einem keine Zeit lässt, depressiv zu werden. Und der den November viel schneller vergehen lässt, als es einem lieb sein kann:

Nanowrimo.

Nanowrimo macht jeden November zum NAtional NOvel WRIting MOnth und aus jedem willigen Teilnehmer einen Autor. Ziel ist es in 30 Tagen (und Nächten) einen Roman von 50.000 Wörtern zu verfassen. Auf www.nanowrimo.org kann man sich auch offiziell eintragen und das Voranschreiten des persönlichen und kommunalen Wortzählers beobachten.

Also an alle, denen schon seit Ewigkeiten ein Roman oder auch nur der Geist einer Idee dafür im Kopf herum spukt: Diesen November gibt es kein Drücken mehr!
Jetzt wird die Arbeit mit dem Gongschlag liegengelassen und das Ausgehen mit Freunden auf nächsten Monat verschoben. Jetzt werden die ersten Wörter noch vorm Frühstück verfasst und die letzten kurz vorm Einschlafen im Bett aufs Papier gebracht. Jetzt handeln die Alpträume nur noch von Plotlöchern und unscharfen Charakteren. Jetzt wird gegrübelt und getippt bis Finger und Hirn gleichsam rauchen.

Jetzt wird ein Buch geschrieben.

Mach mit!

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