Ich hasse „New Year’s Resolutions“. Ich kann mich nicht erinnern je welche gefasst zu haben. Und wenn, dann nur in meinem Kopf und nur für ein paar flüchtige Sekunden am Ende des alten Jahres. Ich glaube auch nicht daran. Ich glaube nicht, dass irgendjemand wirklich schafft, etwas in seinem Leben zu ändern, nur weil er es gerade an diesem 31.Dezember beschließt.
Aber dieses Jahr habe ich doch etwas beschlossen. Und damit es nicht wieder als Gedankentropfen in meinem Gedächtnismeer versinkt, schreibe ich es hier auf. Damit die drei Leute, die diesen Blog tatsächlich lesen, es bis ans Ende meiner Tage als Waffe gegen mich verwenden können. Damit ich mich selber daran erinnere. Und damit der seltsame Druck in meiner rechten Gehirnhälfte, der mich seit letztem Montag verfolgt, endlich weggeht.

Alles begann mit einer Sturmkrähe, die mich daran erinnerte, wie plötzlich, unfair und sinnlos das Leben enden kann (Oh, ja: „dark stuff“ ich weiß – aber meine vergangene und anhaltende Emo-Phase hat schließlich zum oben benannten Ergebnis geführt, also wem’s nicht gefällt… tant pis). Die liebe Krähe, oder vielmehr die Nachricht, die sie brachte, begann sich in meinem Kopf ein Nest aus Fragen und Vorwürfen zu bauen. Meine Versuche sie durch laute Musik, banale Filme und Schundliteratur zu verscheuchen schlugen fehl. Und meine letzte Kriegsstrategie, das totale Ignorieren ihrer Anwesenheit, führte nur dazu, dass ich das Ei auf dem sie brütete nicht bemerkte, bevor es zu spät war.
Nun ist es zu spät. Das Krähenküken ist da. Die Resolution wurde geboren. Und ich bin dazu verdammt herauszufinden, ob ich imaginäre Haustiere länger am Leben erhalten kann, als reale Pflanzen.

Ich werde also mein Bestes geben, um meinen Beschluss nicht nur nicht zu töten, sondern tatsächlich auch auszuführen. Der realistischste Teil (realistisch erscheint er mir allerdings auch nur solange ich noch unter dem Einfluss von „Julie&Julia“, einer Riesentafel Milka ToffeeGanznuss und nicht zu vergessen dem Krähenküken stehe) der Resolution verlangt: Lord Laziness jeden Tag für ein paar Minuten in den Schrank zu sprerren, meine Tastatur für etwas anderes als einen Schwamm zum Aufsaugen von verschüttetem Tee zu nutzen und (ja, jetzt kommt der entscheidende Teil) regelmäßig zu schreiben.
Wie genau „regelmäßig“ operationalisiert wird, welchen Anteil meines Nonsense ihr hier wiederfinden werdet und welches Ziel dieser Beschluss hat, gilt es noch festzulegen.

Das Wichtigste und für diese Seite Entscheidenste ist, dass ich versuchen werde regelmäßig (angestrebtes Ziel, wie es ursprünglich von der wahren breakfastlady festgelegt wurde: Einmal die Woche) zu bloggen.
Ja, jetzt hab ich es gesagt. Wahnsinn, oder? Ich kann die Ausreden kaum abwarten, die ich mir einfallen lassen werde, um posts zu vermeiden. Aber wenn alle Stricke reißen, kann ich diesen Eintrag immer noch löschen und darauf bestehen, dass er nie existiert hat.

In diesem Sinne,
Happy New Year für alle, die noch einmal über Los laufen durften (auch wenn sie nicht 4000DM einziehen konnten) und wir hören spätestens nächste Woche voneinander (oder auch nicht, kähähäää).

PS: Und wehe einer von euch wagt es vor mir zu sterben!

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